Europa gegen Hautkrebs

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Die DANAOS-Studie stellt die weltweit größte Multicenter-Studie zur computergestützten Hautkrebsfrüherkennung dar.

Insgesamt 14 renommierte Hautkliniken Europas sowie die Deutsche Krebshilfe beteiligten sich an diesem einmaligen EU-Projekt.

Im Rahmen der Expertenkooperation wurden über einen Zeitraum von drei Jahren mehr als 21.000 Bilder von Hautläsionen aufgenommen und unter der Leitung der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum mit Hilfe einer auf neuronalen Netzen basierenden Analysesoftware wissenschaftlich ausgewertet.

Durch die Kooperation von Dermatologen in ganz Europa konnte eine Datensammlung entstehen, die in ihrem Umfang und ihrer Aussagekraft weltweit einzigartig ist.

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Die DANAOS-Studie

Das Ergebnis der DANAOS-Studie ist eine weltweit einzigartige Fall-Datenbank mit den Informationen zu Pigmentmalen und histologischen Befunden mehrerer tausend Patienten. In diese Datenbank ist das gesammelte Wissen erfahrener Dermatologen aus ganz Europa eingeflossen. Die wesentlichen Erkenntnisse, die aus der DANAOS-Studie abgeleitet wurden und die in die microDERM®-Entwicklung eingeflossen sind, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Die im Datensystem erfassten verschiedenen bildanalytischen Parameter und Anamnese-Daten liefern einen wichtigen Grundstock für die sichere Klassifikation von Hautläsionen. Dabei erweist sich eine neuronale Netzwerktechnik bei der Selektion diagnoserelevanter Merkmale als genauer und zuverlässiger als lineare Systeme, die bei der klassischen ABCD-Regel verwendet werden.

Standardisierung und Reproduzierbarkeit

Um eine Reproduzierbarkeit und Vergleichbarkeit des gespeicherten Bildmaterials zu gewährleisten, spielt die Standardisierung der Aufnahmebedingungen insbesondere für eine exakte Verlaufskontrolle eine entscheidende Rolle. Zudem erfordert die präzise Vermessung der Hautläsionen eine exzellente Bildqualität und die Möglichkeit einer variablen Vergrößerung.

Ein europäisches Projekt

Durch die Kooperation von Dermatologen in ganz Europa konnte eine Datensammlung entstehen, die in ihrem Umfang und ihrer Aussagekraft weltweit einzigartig ist. Einem Bildauswertungsprogramm, das auf der Grundlage von neuronalen Netzen arbeitet, ist es selbstlernend möglich, auf der Basis eines solch großen Datenpools automatisch sehr genaue und zuverlässige Regeln zu erstellen. Berücksichtigt werden sollte in diesem Zusammenhang, dass nur durch die multi-ethnische Verteilung der Fall-Datenbank eine höchstmögliche Generalisierungs-fähigkeit des Systems erreicht werden konnte.

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Der DANAOS Mole Analyzer

All diese Erkenntnisse haben zu dem technisch ausgereiften und wissenschaftlich fundierten DANAOS-Expertensystem geführt, wie es im microDERM®-System verfügbar ist. Entwickelt von Dermatologen für Dermatologen stellt das System einen Meilenstein in der Hautkrebsfrüherkennung dar. Die kontinuierlich stark ansteigende Zahl an Hautkrebserkrankungen fordert auch in der Zukunft zu einer intensiven Forschungsarbeit heraus. Die Zahl der wissenschaftlichen Partner und beteiligten Kliniken wächst stetig. Daher wird der Bildbestand der microDERM®-Datenbank auch nach dem offiziellen Ende des DANAOS-Projektes erweitert, so dass die Konstanz und die Verbesserung der Diagnosequalität gesichert sind.

Die Leistungsfähigkeit des DANAOS-Expertsystems wurde im British Journal of Dermatology publiziert: Download paper...

 

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Wissenschaftliche Partner

  • Professor Peter Altmeyer and Klaus Hoffmann, M.D.
    Dermatologische Klinik der Ruhr-Universität Bochum (Germany)
  • Professor Lucio Andreassi and Roberto Perotti, M.D.
    University of Siena (Italy)
  • Jean-Pierre Césarini, M.D.
    Fondation A. de Rothschild Paris (France)
  • Professor Torkel Fischer and Harry Beitner, M.D.
    Karolinska Institutet, Hudklinik, Stockholm (Sweden)
  • Ulrich Koch, M.D.
    Krefeld (Germany)
  • Jürgen Kreusch, M.D.
    Luebeck (Germany)
  • Rune Lindskov, M.D.
    University of Copenhagen, Hudkliniken (DenmarK)
  • Professor Rona M. MacKie,
    St. James University Glasgow (United Kingdom)
  • Prof. Dr. med. Luger.
    Westfaelische Wilhelms-Universität Muenster (Germany)
  • Professor H.A.M. Neumann and Anja Sommer, M.D., University Hospital of Maastricht (Holland)
  • Julia Newton-Bishop, M.D. and Linda Whitaker, M.D.
    ICFR Cancer Medicine Research Unit, Leeds (United Kingdom)
  • Professor J.-P. Ortonne and Phillie Bahadoran, M.D.
    Centre Hospitalier Universitaire de Nice (France)
  • Pablo Penas, M.D.
    Hospital Universitatio de la Princesa, Madrid (Spain)
  • Hans Schulz, M.D. and Christian Schulz, M.D.
    Bergkamen (Germany)
  • Ulysses Zoras
    M.D.Heraklion (Greece)